Reisegruppe – Fahrzeugtechnik – Shit happens (2017-2018)

Wie wir unterwegs reisen: Auf unserer Reise nach Südostasien sind wir mit mehreren Overlandern unterwegs. Australien bereisen wir individuell während einem Jahr. Gemeinsam sind die Grenzübertritte wegen der umfangreichen Formalitäten, Stadtführungen durch lokale Guides und die Übernachtungsplätze. Ansonsten sind wir individuell – in unserem Rhythmus und unseren Interessen – unterwegs. Dabei haben wir Freundschaften geschlossen mit Overlandern, die dieses Abenteuer während einem Jahr mit uns in Angriff genommen haben. Für uns ist es die „ver-rücktesten“ Reise unseres Lebens. Vor ein paar Jahren wäre dieses Reise politisch und logistisch in dieser Zeitspanne gar noch nicht zu realisieren gewesen. (Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass diese lange Reise in dieser Form bisher die einzige war in den letzten vier Jahren und es möglicherweise für längere Zeit bleiben wird. Geschlossene Grenzen aufgrund der Covid-Pandemie, politische Unruhen und Massenproteste in einzelnen Ländern sind die Ursachen).

Nachtrag im Juli 2018: Nach 47’000 Kilometern, mehr als der äquatoriale Erdumfang, unfall- und pannenfreier Fahrt durch 19 Länder und ein Jahr Reisezeit sind wir bis nach Indonesien gelangt. Wir haben ein Gefühl für die Grösse unseres herrlichen Planeten Erde, seinen Menschen und deren Kulturen erfahren dürfen. Dafür sind wir sehr dankbar. Wir danken Kostya und seinem Team herzlich. Wir setzen die Reise – nach einem reparaturbedingten Unterbruch – individuell fort und verschifften unseren Landy im Herbst 2018 nach Australien.

Eine Reise von der Schweiz/Deutschland nach Südostasien ist die Abenteuer pur. Sie verlangt physische und psychische Belastung von den Reisenden. Flexibilität, Sozialkompetenz, Vorurteilslosigkeit und offen für andere Kulturen und Menschen, wie sie leben, sind Voraussetzungen für diese Reise, damit sie als Genuss und Freude erlebt werden kann. Ebenso werden Material und Fahrzeug stark strapaziert und belastet. Aber es ist eine Reise des Lebens. Wir würden sie sofort wieder unternehmen – hätten wir nicht noch andere Pläne.

Fahrzeuge: Die Fahrzeugpalette umfasste: 3 Expeditions-LKW’s (10 t), KAT 1 (ex Bundeswehr 15 t/Trägerfahrzeug Patriotraketen), diverse Spr., Fi.; und Peug. (mehrheitlich Euro 5 und 6) und 4×4-Reisemobile, 3 WOMO, 1 Landcruiser, 1 LAND ROVER DEFENDER.

Der KAT-1 ist das Notfall-Reperatur-Abschleppfahrzeug.

Zur Technik: Es hat sich gezeigt, dass Fahrzeuge die Euro 5 mit DPF verbaut haben mit grösseren Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Verstärkt gilt dies auch für Motoren mit Euro 6 und adblue. Die Elektronik produziert Fehlermeldungen wegen des Euro 3 Diesels, der in Zentralasien und Südostasien gängig ist. (An „sonnigen“ Tagen gab es auch Euro 4 oder sogar 5er Qualität). Das Motorsteuergerät kann nach einer gewissen Zeit die Motorenleistung drastisch reduzieren oder gänzlich blockieren. Einzelne Teilnehmer haben den DPF entfernt, aber die Ausprogrammierung war unvollständig. Somit werden die Fehlermeldungen dauernd weggelöscht. Die Probleme sind jedoch nicht behoben.

Weshalb wir hier die Rubrik „shit happens“ aufführen? Bei der Vorbereitung der Reise interessierten uns bei den recherchierten Reiseblogs weniger die schönen Reiseerlebnisse als die Technik der Fahrzeuge und welche Probleme diesbezüglich auftraten. Dazu war leider herzlich wenig im Netz zu finden. Vielleicht können wir eine kleine Lücke schliessen.

Shit happens! 26.9.2017. Der 1. Unfall. Auf der Fahrt von Osch zur chinesischen Grenze passierte der Unfall. Ein Womo unserer Gruppe erlitt einen grösseren Schaden. Ein überladener LKW, in technisch desolatem Zustand, wie sie hier häufig anzutreffen sind, verlor zuerst das eine Hinterrad und kurze Zeit später das zweite. Ersteres schoss am Womo vorbei, das zweite Rad knallte mit voller Wucht in die Front. M. und T. blieben zum Glück unverletzt. Der Kühler und die Lichtmaschine waren im Eimer. Der Träger hinter der Frontverkleidung verbogen. Der kirgisische Fahrer hatte weder Papiere für sich ich, noch für den LKW. Geschweige denn eine Versicherung. Die Schuldfrage hätte gemäss Polizei 3 Tage in Osch beansprucht. Wir mussten jedoch gemeinsam am nächsten Tag nach China einreisen. Entscheid: 500 Km abschleppen mit dem KAT-1/LKW über die chinesische Grenze nach Kashgar. Ohne die Unterstützung der Gruppe wäre die Reise zu Ende gewesen.

30.9.2017 / Da die Strassenzulassung nicht erteilt wurde, musste das Womo mit dem Tieflader rund 3000 Km in eine Fachwerkstatt transportiert werden. Die Ersatzteile werden in Deutschland bestellt. Die Chinesiche Agentur holt die Teile am Flughafen ab und spediert sie nach Xinjiang zur Werkstatt. Dies alles dauert rund 10 Tage.

In der Zwischenzeit ist der Anlasser des KAT-1/LKW ausgestiegen und der Truck muss durch ein anderes Expeditionsfahrzeug angeschleppt werden. Das Ersatzteil wird aus Peking beschafft. Jetzt ist der KAT-1 repariert.

4.10.2017 / Das Teamfahrzeug (Camper u Büro der Reiseleitung) muss mit KAT-1 abgeschleppt werden. Bei 80 Km/h stellte plötzlich – ohne Vorankündigung – der Motor ab. Vermutlich ist ein Druckventil defekt. Konnte andertags provisorisch repariert werden. Anschliessend wird die Pannenliste immer länger.

10.10.2017 / Der Team-Spr. hat eine defekte Dieselleitung und schleifende Kupplung. Ersatzteile wurden in Deutschland beschafft. Spr. wird auf Pannen-Abschlepp-LKW verladen und 1000 Km in die Werkstatt transportiert. In der Werkstatt wird zusätzlich festgestellt, dass 2 der 6 Einspritzdüsen zerbröselt sind….Die Ersatzteile werden in Deutschland bestellt.

21.10.2017 / Blaues MAN-Expeditionsfahrzeug (R & Fr) (10 t) hat einen Getriebeschaden. Nach Mitternacht schleppt der KAT-1 den MAN in Xichan an. Ersatzteile müssen aus Shanghai beschafft werden. Er wird von von Xichan nach Kunming rund 700 Km abgeschleppt.

Shit happens! 22.10.201 Der 2. Unfall. Ein Auffahrunfall im Nebel eines chinesischen Kleintransporters auf ein WOMO (Ch & Y) von uns verlief relativ glimpflich. Die Heckbox war defekt. Beim Chinesen war die Font eingedrückt. Polizeikram auf Chinesisch.

23.10.2017 / MAN-Ersatzteile für das Getriebe sind nicht in China verfügbar. Auch nicht in Laos und Thailand. Deshalb werden sie direkt beim Hersteller in Friederichshafen bestellt und einer nachreisenden Reise-Teilnehmerin Vr. nach Zürich gebracht.

23.10.2017 / Peug. Camper Euro 5 (Ro) muss in Kunming in die Werkstatt, um Fehlermeldungen des DPF zu löschen.

23.10.2017 / Die Ersatzteile, die für das Team-Fahrzeug in Deutschland bestellt wurden, sind am 27. Okt. in der Werkstatt eingetroffen. Dies Dank den Kurierdiensten von V., die nach Kunming flog und im Übergewicht die Ersatzteile für den Spr. und den MAN mitbrachte. Am 28. Okt. ist der Spr. repariert.

23.10.2017 / Die Ersatzteile (Windschutzscheibe, Kühler, Streben, Lichtmaschine) für den Hy. (T & M) hängen im Zoll in Peking fest, weil ein Formular, das für die riesige Windschutzscheibe benötigt wird – aber niemand der verschiedenen Agenturen wusste, fehlt. Die Lieferung wiegt 900 kg….

Es ist eine sehr mühsame Situation für die Betroffenen. Das ganze Team nimmt Anteil am Schicksal/den Pannen. Wir müssen alle gleichzeitig als Gruppe aus China ausreisen. Der Termindruck hängt im Nacken.

26.10.2017 / Die Ersatzteile des Hy. wurden vom Zoll frei gegeben. Nur kommt jetzt eine andere Behörde, Transportbehörde, ins Spiel, die für den Transport eine spezielle Genehmigung verlangt, ins Spiel. Hinter den Kulissen verhandelte die chinesische Agentur hart mit den Zoll-und Transportbehörden um die Freigabe und die Transportgenehmigung zu erhalten. (Ausreisetermin).

Das Team-Fahrzeug Spr. wird in Xining repariert 27.10. und muss in drei Tagen 2’500 Km an die Laotische Grenze fahren, da die Gruppe gemeinsam am 1. November ausreisen muss. Wenn das nicht möglich ist, hängt die Gruppe fest und bezahlt horrente Bussen.

28.10.2017 / Das blaue MAN-Expeditionsfahrzeug erhält die defekten Getriebeteile ersetzt. Probefahrt erfolgreich.

29.10.2017 / Hy. mit dem Tieflader von Xining nach Kunming. Die Ersatzteile werden umdisponiert nach Kunming.

29.10.2017 / 2 Fahrzeuge defekt und ein paar hundert Kilometer von der Genze zu Laos entfernt. Es wird spannend und Nervenaufreibend. Am 1. Nov. 2017 müssen alle Teilnehmer und alle Fahrzeuge zeitgleich China verlassen. Die chinesische Strassenzulassung (Nummernschild, MFK und Haftpflichtversicherung) erlischt am 1. Nov. 2017.

29.10.2017 / Blauer MAN wider in der Werkstatt in Kunming. Kupplungsdefekte! Kupplung ausbauen und reinigen. Der Defekt wird behoben.

30.10.2017 / Der Hy. wurde repariert. Auf der Autobahn werden die Kilometer zur Grenze runtergeraspelt. Mit Sondergenehmigung und viel Palaver klappte der Grenzübertritt nach Laos.

5.11.2017 / Rückruf aus Deutschland. Fahrzeugmarke: neuer Fi. mit Hy-aufbau. (Euro 6). Grund fehlerhaftes AGR, das bei Bruch schlimmstensfalls zu Kurzschluss und Motorenbrand führen kann. In Laos, Kambodscha, Vietnahm etc gibt es keine Vertretung der Italiener, welche die Reparatur ausführen kann….Eine präventive Reparatur wird vom Team ausgeführt.

Shit happens! 13.11.2017 / Der 3. Unfall. Dem Hy.-car (A & D) fährt eine Laotin ins Heck. Auffahrunfall. (Telefoniert beim Fahren?!!). Der Hy. bremste ab, da eine Kuh die Fahrbahn querte. Die Anhängerkupplung rettet unsere Reisefreunde vor grösserem Schaden. Der Lao-Van sieht übler aus….

Shit happens! 8.12.2017 / 4. Unfall, der unsere Gruppe trifft. Zum grossen Glück ohne verletzte Personen. Unverschuldet, wie die andern 3 Unfälle auch. Ausgerechnet das grösste Fahrzeug erleidet Totalschaden. Der KAT-1 (15 t) ist das Notfall-Reperatur-Abschleppfahrzeug. Als wir an die Unfallstelle kommen, herrscht eine gedrückte Stimmung. Alle sind niedergeschlagen, nehmen Anteil am Schicksal unserer Reisefreunde. Nein – nicht schon wieder einen Unfall……Ihr Traum von der Reise „Mit dem KAT-1 bis nach Australien“ war innerhalb von Sekunden zerstört. Unser Werkstattwagen ist futsch. Er wurde während zweier Jahre zu einem Prunkstück durch M. aufgebaut. Nun Schrott und Totalschaden. Wie kam das? Ein entgegenkommender Lastwagen wurde in der Kurve von einem Kleinlaster überholt. Statt zu bremsen und wieder einzuschlaufen, gab der Kleinlaster noch Gas und setzte das Überholmanöver fort. Der KAT-1 / Werkstattwagen der in die Kurve einfuhr, konnte nur noch ausweichen und auf die Kurvenbrüstung hochfahren und eine Frontalkollision mit dem Kleinlaster zu verhindern. Totalschaden: Motor, Getriebe, Untersetzung etc. kaputt oder gestaucht. Der LKW-Fahrer gesteht im Polizeiprotokoll seine Schuld ein. USD 2‘000 kann er bezahlen. Mehr ist nicht aufzutreiben. Das Fahrzeug unserer Freunde war nicht Kaskoversichert. Bald 30-jährige Fahrzeuge, die keine Serienfahrzeuge sind, sonder eigene Umbauten, lassen sich in Deutschland nicht versichern……

9.12.2017 / Der KAT-1 wird über die Grenze von Vietnam nach Laos geschleppt. Bei Bekannten von Jö. bleibt er vorerst stehen. Der Rest wird verschrottet. Totalschaden.

23.12.2017. / Der Spr. (neu; Euro 6) von (J & I) hat Probleme mit der Schaltung. Die Gänge fallen raus in den Leerlauf. Schon in Mandalai war ein Werkstattbesuch angesagt. Der Fehler konnte vorerst geflickt, aber nicht repariert werden. In der Bergregion von Myanmar ist die Panne perfekt. Abschleppen mit Seil. Bergab werden die Bremsbeläge heiss, dass sie von Zeit zu Zeit mit Wasser gekühlt werden müssen. Schlussendlich steht eine Abschleppstrecke von 500 Km bevor. Ziel Guwahati in Indien.

26.12.2017. / Der Spr. von (J & I.) kommt auf den Tieflader, da die Bergstrecken zu steil sind um abgeschleppt zu werden. Für die 500 Km benötigt der Sattelschlepper schlussendlich 4 Nächte (Aufgrund der Überdimension darf er nur Nachts fahren).

31.12.2017 / Bei einem Expeditions-MAN (K & K) muss die Elektrik repariert werden. Zudem verliert er Achsoel (Semering).

31.12.2017 / Bei einem Spr. (Bj.2011) von (I & A) stellt der Motor plötzlich ab. Notlaufprogram.

31.12.2017 / Bei einem andern Spr. (F & R) (neu; Euro 6) muss die Abgasrückführ-Aufhängung repariert werden.

2.1.2018 / Der Spr. von (J & I.) macht Probleme. Die Elektronik der Getriebesteuerung lässt sich mit dem Erstatzbauteil nicht reparieren. Zudem wird festgestellt, dass das Getriebe „im Eimer“ ist. Neues Getriebe aus Deutschland beschaffen. Einbauen. Hat ein paar Wochen Zeitverlust / Rückstand auf die Tour zur Folge.

7.1. 2018 / Der Spr. von (Th. & C.) knallt in ein Stassenbelagsloch. Differential-Getriebeschaden. Ersatzteile aus Deutschland. Einbau erfolgte gegen Ende Monat. Wir werden sie wieder in Mumbay treffen.

31.1.2018 / Die Ersatzteile des Spr. von (J & I) hängen seit 14 Tagen im Zoll. Zuerst wurde eine Rechnung in englischer Sprache verlangt. Dann konnten die Ersatzteile nicht auf den Inlandflug, weil Flüssigkeit (Getriebeöl) enthalten war. Zum Mäusemelken! Deutschland – Indien Transportflug das war kein Thema. Nun wird von der Behörde ein Strassentransport verlangt!?!

3.2.2918 / Der Sprinter von Th. & C. ist repariert. Dies nach einem knappen Montat. Die Ersatzteile wurden im Handgepäck nach Indien eingeflogen.

7.2.2018 / Team-Spr. bleibt plötzlich während der Fahrt stehen. Fehlerauslesen. Muss abgeschleppt werden.

8.2.2018 / M. kann den Fehler vorübergehend beheben durch Ersatzteileinbau. Ein paar Tage später fahren sie 2 x 600 Km Delhi hin und zurück um das Motorsteuergerät das Bauteil anzulernen. Die Software muss von Deutschland nach Delhi überspielt werden und hier die Umprogrammierung der Einspritzdüsen vorgenommen werden.

9.2.2018 / Der blaue Expeditions-MAN von (R & F) hat Rad-Panne. Reifen vorne rechts durch ein Armierungseisen an der Seitenwand aufgeschlitzt. Entstand bei enger Dorfdurchfahrt. 2. Reservereifen wird montiert. (1. Reservereifen ging schon vorher in die Binsen).

9.2.2018 / Die Ersatzteile für den Spr. von J. & I. sind endlich aus dem Zoll in Kalkutta. Sie hatten am 23. Dez. 2017 eine Getriebepanne. Ganze 48 Tage mussten sie sich gedulden und warten auf die Ersatzteile. Dies nur, weil der internationale Spediteur und die Zollbehörde grässlich geschlamt haben. Zudem wurden Ersatzteile geklaut und das Paket lag geöffnet im Zolllager rum. K. hat sich durchgekämpft und die Teile aus dem Lager geholt. Wir freuen uns, J. & I. bald wieder bei uns zu haben.

Die rund 10 Reifenpannen am selben Tag vor der Ausreise aus Indien nach Nepal seien hier nicht einzeln aufgeführt.

12.3.2018 / Der blaue MAN-Expeditiontruck versuchte sein Glück von Galushwar Richtung Jomsom (Mustang) zu fahren. Wie geschrieben, ist die Piste sehr eng. Eigentlich fahren nur Kleinbusse, lokale LKWs und Jeeps weiter ins Hochtal. Die Geschwindigkeit ist 5-8 Km/h. Bis kurz vor Jomsom schafft es R; Leider knallt wieder ein Reifen. Der einzige, schon eimal geflickte Reserve-Reifen wird mit Hilfe Einheimischer montiert. Nun gehts weiter, ohne Reservereifen. Ersatzreifen dieser Dimension lassen sich in nördlichem Südostasien nicht auftreiben. Aus Deutschland 6 Reifen inkl. Fracht für € 5’000.- einfliegen ist auch kein Pappenstil. Ein Bagger verbreitert die Piste, dass Jeeps und Kleinbusse vorbei fahren können.

24.3.2018 / Kathmandu – Bardibas. Die Strasse ist sehr eng und führt über einen Pass auf 1450 MM. Da fahren die Touristenbusse und einzelne LKW sehr agressiv, indem sie vor der Kurve unübersichtlich überholen oder die Kure schneiden. Dies führte dazu, dass der Peug. von Ro die Spiegelverschalung auf dem Pflaster liess. Die Bimo-kabine des Spr. von I & A wurde vorne auf der Seite von einem Lastwagen aufgeschlitzt bis auf die Isolation. Hammer, Zange u Tape konnten den Schaden eingrenzen.

4.4.2016 / Der Spr. von Th. & C. hat eine defekte Dichtung des Turboladers. Ein Ersatzteil erhielten sie von einem Spr. des selben Jahrgangs. Ein Taxikurier brachte das Teil zwei Tagesetappen zum Pannenfahrzeug.

5.4.2018 /Beim blauen Expeditionsfahrzeug MAN knallt wieder einen Reifen. Von einem mitreisenden MAN konnte ein Reifen ausgeliehen werden. Eine Tagesetappe musste mit einem Kurier zurückgelegt werden. Wie beschrieben hat der blaue MAN keinen Ersatzreifen mehr.

6.4.2018 / Der blaue MAN hat wieder einen Schleicher im Reifen (Plattfuss). Er konnte in Mongar notdürftig geflickt werden.

7.4.2018 / Das Team-Fahrzeug Spr. hat die nächste Panne. Die Lichtmaschine hat den den Geist aufgegeben. Das Notfallprozedere bestand darin, dass ein Generator auf dem Hänger installiert wurde und von dort die Kabel zum Motor verlegt wurden. Zwei Tage später konnte die Lichtmaschine notdürftig repariert werden.

18.4.2018 / Der Hy. Rapid hat die hinteren Felgen im Eimer. Durch die Schweissnaht geht Luft verloren. Schweissen in Yangon.

19.4.2018 / Der Fu.- Autark, eines der Expeditionsmobile hat eine gebrochenene Feder an der Vorderachse. Schweissen und eine Ersatzfeder schmieden lassen Yangon.

21.4.2018 / Der Spr. von I & A fährt auf einen Randstein der Autobahn auf. Dabei gehen 2 Reifen und Felgen flöten. Die Bremsleitung ist abgerissen. Zurück nach Yangon in die Werkstat.

26. 4. 2018 / Kl. ersetzt die Luftfederbälge am Spr.

27.4.2018 / Chr. muss an seinem Fi. die defekten Radlager ersetzten. So sieht sein Radlager aus. Früher etwas neues Fett wäre angebracht gewesen.

27.4.2018 Chiang Mai / Unser Landy Td5 (Bj. 2003) läuft tadellos. Dies setzt aber Serviecearbeiten voraus. Von den 20 Fahrzeugen lief unser Landy 39‘000 Km pannenfrei. Es gab noch ein Fahzeug (Jap.), welches dies ebenfalls schaffte.

30.4.2018 / Der blaue MAN kriegt 4 neue Reifen verpasst, die aus Deutschland eingeflogen wurden.

In den letzten paar Wochen hatten die meisten Fahrzeuge, die mit normalen Reifen unterwegs waren einen oder mehrere Plattfüsse zu reparieren. Lediglich die grobstolligen Reifen (BF A/T) der kleineren FZ waren auf der ganzen Reise bisher von Reifenpannen verschont geblieben.

7.5.2018 / Der Spr. von P & V kriegt neue Stossdämpfer hinten.

8.5.2018 / Der Cit. Jump. von R & U kriegt einen neuen Anlasser. Dem roten VW werden neue Bremsscheiben eingebaut.

11.6.2018 / Der Fu-Autark hat eine gebrochene Feder – die zweite – an der Hinterachse links.

3.7.2018 / Der Landy startet nicht. OBD-Analysegerät besagt: Injectors low pressure. (Nachtrag: Okt. 2018). Wie sich später, in der Reparatur herausgestellt hat, wurde an der bedienten, staatlichen Tankstelle alles andere als Diesel eingefüllt. Obwohl mehrmaliges Nachfragen meinerseits, ob das Diesel sei, dies bestätigt wurde. Entweder war Wasser zugesetzt worden, oder vom beinahe leeren Tank Bodenschnodder eingefüllt oder der Zapfsäulentank kürzlich falsch befüllt worden. Oder klassischer Diesel mit Biodiesel massiv gepanscht war. Seis drum. Es hat die Einspritzdüsen gekostet. Jetzt läuft der Landy wieder tadellos und einwandfrei.

4.7.2018 / P. touchiert einen Baum und macht ein Cabriolet aus seinem WoMo.
M. u. S. haben Mofa-Kontakt; der Fahrer hat eine gebrochene Schulter.