Moskau -> Wolgograd (Sept. 2017)

7. Sept. 2017 / 460 Km. Etappe Moskau – Bolschaja Lipowiza. Nochmals 60 Km Autobahn aus Moskau heraus. Wir fahren südwärts. Da beginnt die russische Weite. Riesige Sonnenblumenfelder, Birkenwälder und Wiesen. Am Strassenrand bieten die Bauern nun Sonnenblumenöl und Honig an. Wir geniessen die Fahrt. Nach Ivan Rebroff und Tschaikowsky ertönt ABBA aus unserer Music-box. Wir stehen auf einer Wiese hinter einem neu erbauten Hotel. Der Besitzer ist Armenier. Entsprechend gibt’s Spezialitäten aus seiner Heimat.

8. Sept. 2017 / 300 Km / Bolschaja Lipowiza – Rogoshyn. Wir fahren weiter nach Süden Richtung Wolgaebene. Die Strasse wird schlecht. Schlaglöcher und tiefe Fahrrinnen verursacht von den überladenen Lastwagen. Je weiter weg von Moskau, desto schlechter die Strasse. Moderne LKWs wie MAN uns Scanias begegnen uns. Eher selten. Meistens sind es KAMAZ, aus den 80er Jahre. Stinken und qualmen wie der grösste Köhlerhaufen im Entlebuch. Unterwegs verlassen wir die Überlandstrasse und fahren in ein kleines Dorf.

In Rogoshyn campten wir auf dem örtlichen „Fussballplatz“. Im Dorfladen, der parktisch alles hatte für den täglichen Bedarf, kauften wir Brot, Joghurt und Früchte. Bei uns zu Hause gibt’s Männerchöre – hier Kosaken-Gruppen. Sie luden uns zu einem kleinen Imbiss ein (Wurst, Speck, Auberginen, Käse, Tomaten, Schnaps etc). Russische Lieder wurden von den Frauen und Kosaken gesungen. Anschliessend fand die Kosaken-Taufe statt. Ein Plastik-Becher voll Wodka wurde auf den Kosaken-Säbel gestellt. Der Kandidat mussete den Becher leertrinken – das Tempo gab der Kosake durch das Hochheben des Säbels vor……